Sicherheit & Ordnung

Informationen zum Entschärfungseinsatz am 6. April 2025 in der südlichen Innenstadt

Aktualisierungsstand: 24. März 2025, 15:00 Uhr

Evakuierungskarte für die Entschärfung am 6. April 2025 mit eingezeichnetem Radius.
Die Evakuierungskarte finden Sie am Ende der Seite auch zum Download als pdf-Dokument.
Bild: Stadt Dortmund

Am 6. April steht in der südlichen Innenstadt ein großer Entschärfungseinsatz an. Mehrere tausend Anwohner*innen sind von der Evakuierung betroffen. Die Stadt Dortmund informiert über die neuesten Entwicklungen.

Die mittlerweile untersuchten Verdachtspunkte

  • Friedenstraße/Markgrafenstraße und
  • Karl-Marx-Straße/Westfalendamm (B1)

haben sich nicht bestätigt. Das bedeutet: Am Einsatztag müssen rund 2.800 Anwohner*innen weniger als zunächst angenommen ihre Wohnungen verlassen. Auch das „Seniorenhaus Gartenstadt“ muss nicht evakuiert werden.

Es bleibt derzeit bei den Verdachtspunkten

  • Märkische Straße/Wenkerstraße,
  • Rheinlanddamm in Höhe des Kaiserhainteichs und
  • Parkplatz Friedrich-Uhde-Straße.

Bereits im Erdreich festgestellte Anomalien lassen hier Blindgänger vermuten.

Darüber hinaus hat sich der weitere Verdachtspunkt am Fuße des Florianturms bestätigt. Daher muss der Westfalenpark am 6. April geschlossen bleiben.

Evakuierungsradius und Betroffene

Um alle Anwohner*innen, besonders die Senior*innen, keinen großen Belastungen durch mehrere Entschärfungseinsätze auszusetzen, plant die Stadt Dortmund, alle Blindgänger am 6. April entschärfen zu lassen.

Bei vier Bomben im Boden wären rund 8.850 Menschen von der Evakuierung betroffen – 8.400 Anwohner*innen sowie 450 Bewohner*innen der Seniorenwohnheime „Wohnstift auf der Kronenburg“ und „Pflegezentrum am Westfalentor“. Außerdem das rund um die Uhr besetzt Callcenter der Kassenärztlichen Vereinigung.

Die Evakuierung beginnt um 8 Uhr – ab diesem Zeitpunkt müssen alle, die im aktualisierten Evakuierungsradius wohnen, ihre Wohnungen verlassen (s. angehängte Karte).

Die Stadt Dortmund richtet im Goethe-Gymnasium, Stettiner Straße 12, eine Betreuungsstelle ein. Diese öffnet um 8 Uhr.

Außerdem können betroffene Anwohner*innen auch kostenlos den Zoo Dortmund besuchen – an den Eingängen bitte den Personalausweis vorzeigen. Zudem lohnt sich ein Ausflug zum „Hörder Frühling“ mit zahlreichen Attraktionen, Karussells, Ständen und verkaufsoffenem Sonntag.

Verkehrseinschränkungen

Seit Montag, 24. März, ist die Märkische Straße in Höhe Hausnummer 100 in Fahrtrichtung Innenstadt voll gesperrt. Wegen des vermuteten Blindgängers muss der Boden in diesem Bereich großflächig aufgegraben werden.

Die Umleitungsstrecke ist über Rheinlanddamm und Ruhrallee ausgeschildert, eine Zufahrt zur Märkischen Straße ab der Kreuzung Ophoff ist nicht möglich. Der Fuß- und Radverkehr wird über die gegenüberliegende Straßenseite am Baufeld vorbeigeführt.

Angehörige, die Betroffene aus dem Evakuierungsgebiet abholen müssen, können am Einsatztag lediglich über die Ruhrallee auf die Märkische Straße in Fahrtrichtung Hörde gelangen. Die Ausfahrt ist ausschließlich weiter in Fahrtrichtung Hörde möglich.

Nach dem Entschärfungseinsatz wird das Tiefbauamt die Märkische Straße im Abschnitt B1 bis Ernst-Mehlich-Straße sanieren – weitere Informationen dazu folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Geplant ist, die Fahrtrichtung Innenstadt nach Abschluss aller Arbeiten am 14. April, 5 Uhr, wieder freizugeben.

Während des Einsatzes sind darüber hinaus folgende Sperrungen geplant:

  • B1
  • S-Bahn-Linie 4

Die Stadtbahnlinien U41, U45, U47 und U49 der DSW21 verkehren während der Evakuierung regulär weiter, halten jedoch nicht an den folgenden Haltestellen:

  • Markgrafenstraße
  • Märkische Straße
  • Kohlgartenstraße
  • Karl-Liebknecht-Straße

Während der Entschärfung werden die Linien nach Anweisung der Einsatzkräfte vor diesen Haltestellen angehalten.

Vorbereitung und Unterstützung

Da bisher nicht absehbar ist, wie lange die Evakuierung von Nöten sein wird, bitten wir Sie, notwendige Medikamente, Baby- und Spezialnahrung oder Dinge des besonderen Bedarfs (beispielsweise Windeln) mitzuführen.

Vor dem Verlassen der Wohnung vergewissern Sie sich bitte, dass alle elektrischen, wie elektronischen Geräte abgeschaltet, alle Wasserhähne zugedreht und Fenster, sowie die Wohnungstür geschlossen sind. Denken Sie bitte auch daran, dass Ihr Haustier ausreichend versorgt ist.

Alle ambulanten Pflegedienste werden gebeten zu prüfen, ob alle Kund*innen im gesamten Evakuierungsbereich versorgt sind. Da der betroffene Bereich am 6. April nur bis etwa 7:30 Uhr betreten oder befahren werden kann, muss die Versorgung von hilfs- und pflegebedürftigen Menschen an diesem Tag bis spätestens zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein.

Während der Evakuierung können diese Personen nicht in ihren Wohnungen bleiben. Anwohner*innen, die in dem Evakuierungsbereich leben und beim Transport zu einer Evakuierungsstelle Unterstützung benötigen, können sich vorher bei einer Hotline der Stadt Dortmund melden – Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes haben bereits Flugblätter mit Informationen zum Einsatz und der Hotline-Rufnummer an alle betroffenen Haushalte im Evakuierungsradius verteilt.

Bewohner*innen der Pflegeheime im Evakuierungsbereich müssen sich nicht melden, da die Einrichtungen dies selbst regeln.

Diese Seite wird fortlaufend bis zum 6. April mit neuen Entwicklungen aktualisiert.

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